Dideldumm, ein Kreisel dreht sich um

Umkehrkreisel sehen wie eine dicke Perle aus, in die eine Höhlung gedrechselt und ein Stil eingelassen wurde.

Drillt man sie kräftig , drehen sie sich, wie von Zauberhand gezwungen, auf ihren Stil und kreiseln einige Zeit weiter.

Im Jahre 1891 ließ Fräulein von Sperl aus München beim kaiserlichen Patentamt solch einen Kreisel schützen. Aber schon lange zuvor hatten Kinder am Amazonas mit Kreiseln aus Kalebassen gespielt, die von Natur aus so geformt sind, dass sie sich auf den Stil drehen könnne.

Könige, Politiker, Nobelpreisträger und Wissenschaftler  waren von den kugeligen Dingern fasziniert. Churchill soll stundenlang spielend auf dem Boden seines Arbeitszimmers gekniet haben. Warum macht der Kreisel den Fußstand?

Die Physiker erklären es folgendermaßen. Die größere Reibung, verursacht durch die Kugelform des Kreisels, läßt ihn nicht nur um seine Achse rotieren, sondern gleichzeitig auf einer sich vergrößernden Spirale entlanglaufen. Dies hat zur Folge, dass sich die Achse immer tiefer senkt, bis sie schließlich den Boden berührt. Dabei entsteht eine zusätzliche Reibungskraft, der der Kreisel ausweichen will: Er richtet sich auf.

Um den Umkehrkreisel zum Aufstehen zu bringen brauchen Sie etwas Kraft in den Fingern, mehr Platz als für andere Kreisel (Churchill auf dem Fußboden) und natürlich einen Kreisel.

Bei mir für 2,50 €, liebevoll bemalt und zwar so, dass der Umkehreffekt durch den Farbverlauf betont wird. (Schicken Sie mir eine Mail, rufen Sie mich an oder besuchen Sie meinen Stand auf dem nächsten Markt)

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